Mandel, Kokos oder Hanf? Neun Milchalternativen zur Kuhmilch

Es gibt immer mehr Milchalternativen, die der klassischen Kuhmilch ordentlich Konkurrenz machen. Nicht nur Veganer sind auf Alternativen angewiesen, sondern auch all jene, die an einer Laktose Intoleranz leiden. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Ersatzprodukte genauer unter die Lupe zu nehmen, denn die Unterschiede in Geschmack und Konsistenz sind oft ziemlich gross. In diesem Beitrag erfährst du, welche Milchalternativen zur Kuhmilch im Regal zu finden sind und die jeweils wichtigsten Fakten dazu.

Erinnert ihr euch noch an Sätze wie: “Gestern hab ich Sojamilch probiert, aber die schmeckt mir nicht”. Gar nicht allzulang ist’s her als es praktisch noch keine Milchalternativen zur Kuhmilch gab und die eine schmeckte nicht sonderlich. Heute kommen wir fast nicht mehr nach mit dem probieren und testen. Wir stellen dir neun Milchalternativen vor und verraten, was du erwarten kannst und worauf du achten solltest.

Milchalternativen zur Kuhmilch: Die Mandelmilch

Mandelmilch ist neben Sojamilch eine der bekanntesten und beliebtesten Milchalternativen zur Kuhmilch. Mandelmilch wird mit gestanzten Mandeln und mit Wasser zu einer flüssigen milchigen Konsistenz verarbeitet. Ein Nachteil ist der hohe Wasserverbrauch für die Herstellung, welcher jedoch immer noch geringer ist, als der der Kuhmilch. Ein Liter Kuhmilch verbraucht 1’000 Liter, wohingegen die Herstellung von einem Liter Mandelmilch etwa 320 Liter Wasser benötigt.

Milchshake mit Mandelmilch

Geschmack: Mandelmilch ist nussig und leicht süsslich. Wegen dem leichten Geschmack und und der liquiden Konsistenz ist sie super für Müesli oder zum Backen geeignet. Im Kaffee kann Mandelmilch leicht flockig werden und ist darum in einem Cappuccino aufgeschäumt, besser zu geniessen.

Nährwerte: Mit nur 30 Kalorien und 2,5 Gramm Fett pro Tasse wird Mandelmilch als gesunde Alternative zur Kuhmilch gefeiert. Dieser Milchersatz ist zwar reich an ungesättigten Fettsäuren und besonders verträglich für den Magen, jedoch enthält sie fast genauso viel Fett und Kalorien wie Kuhmilch, dafür deutlich weniger Eiweiss und kein Kalzium. Einige Hersteller optimieren den Geschmack und reichern die Milch mit zusätzlichem Zucker an. Unser Tipp: Kontrolliert die Inhaltsstoffe auf der Verpackung!

Sojamilch

Sojamilch ist der Klassiker unter den Milchalternativen zur Kuhmilch und wird ähnlich wie die Hafermilch hergestellt. Kontrovers ist der Einsatz gentechnisch veränderter Sojapflanzen. Doch in die Schweiz dürfen nur Sojaprodukte, die aus gentechfreiem Anbau stammen, importiert werden.

Geschmack: Der Geschmack von Sojamilch kann je nach Sorte etwas erdig oder getreidig wirken. Sie kommt oft gesüsst daher, um den Eigengeschmack zu kaschieren. Ungesüsst trifft sie nicht jeden Geschmack und viele bevorzugen deshalb eine Mischung aus Soja- und Mandelmilch.

Nährwerte: Mit vier Gramm Eiweiss pro 100 Milliliter übertrifft Sojamilch den Gehalt an Eiweiss in der Kuhmilch. Sie enthält im Vergleich weniger Fett, jedoch mehr Kohlenhydrate. Sojabohnen enthalten kein Vitamin C & B12 und kein Kalzium. Oft kritisiert wird die Wirkung der enthaltenen Isoflavone. Dabei handelt es sich um bestimmte Pflanzenstoffe, von denen eine hormonähnlichen Wirkung ausgehen kann und die bereits im Verdacht standen, in höheren Dosen gesundheitsschädlich oder gar krebserregend zu sein.

Milchalternativen zur Kuhmilch: Die Kokosmilch

In tropischen Ländern wird seit Jahrhunderten aus der Kokosnuss Kokoswasser und -milch gewonnen. Kokosmilch entsteht, indem das weisse Fruchtfleisch der Kokosnuss herausgelöst, fein gemahlen und danach gepresst wird. Durch das Pressen wird dann die Kokosmilch gewonnen.

Milchalternative Kokosmilch

Geschmack: Kokosmilch schmeckt exotisch und hat einen fruchtig-nussigen Geschmack. Aus diesem Grund eignet sie sich auch nicht uneingeschränkt für jeden Gebrauch. Im Kaffee beispielsweise rümpfen viele die Nase. Im Gegenteil dazu, ist sie in der asiatischen Küche eine beliebte Zutat und kaum wegzudenken.

Nährwerte: 100 Milliliter Kokosmilch enthalten zwei Prozent Eiweiss, drei Prozent Kohlenhydrate und 21 Prozent Fett. Das klingt nach viel, doch es handelt sich hierbei um mehrkettige Fettsäuren, die vom Körper nicht in Fettpölsterchen umgewandelt werden, sondern in Energie. Kokosmilch enthält auch jede Menge Kalium, Natrium und Magnesium. Mehr zum Superfood Kokosnuss erfährst du hier.

Reismilch

Reismilch wird aus Vollkornreis gewonnen. Dieser wird gemahlen, gekocht und schliesslich wird die nun cremige Masse fermentiert, mit Pflanzenöl angereichert und emulgiert, damit sich das Öl mit der Milch verbindet.

Geschmack: Die Reismilch ist ziemlich süss und der Kuhmilch ähnlich. Die Konsistenz kann jedoch etwas wässrig sein. Unser Geheimtipp: Für einen extra Süsse-Kick, der erst noch nach Sommer schmeckt, empfehlen wir dir den Kokosblütensirup von Rapunzel.

Reismilch mit dem Kokosblütensirup von Rapunzel süssen, erhältlich im Onlineshop kaia.ch

Nährwerte: Mit 50 Kalorien pro 100 Milliliter liegt die Reismilch etwas unterhalb der fettarmen Kuhmilch. Reismilch hat im Vergleich zu anderen Milchalternativen einen relativ hohen Anteil an Kohlenhydraten und ist ein guter Energielieferant. Nährstoffe bietet sie jedoch kaum und wird deshalb oft bei der Produktion zusätzlich damit angereichert.

Milchalternativen zur Kuhmilch: Die Hanfmilch

Klingt ein wenig komisch, ist im Moment aber Trend. Die Milch wird aus reinen Hanfsamen gewonnen. Dieser cremige Milchersatz gilt als Geheimtipp unter Hollywood-Stars und ist inzwischen auch bei uns zu haben.

Geschmack: Hanfmilch besitzt ein nussiges Aroma, gilt als leicht verdaulich und eignet sich gut zum Kochen und Backen.

Nährwerte: Mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren kann ein Glas schon die Hälfte des Tagesbedarfs decken. Sie ist reich an Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen.

Hafermilch

Das Getreide wird in Wasser eingekocht, püriert und gesiebt, bis die Hafermilch entsteht. Hafermilch stammt in der Regel aus regionalem Anbau, was ein grosses Plus für diesen Milchersatz darstellt. Hafermilch überholt seine Konkurrenten auch im Thema Umweltschutz. Der Wasserverbrauch ist äusserst gering und Pestizide werden kaum eingesetzt, da Hafer von sich aus Unkraut-resistent ist.

Milchalternative Hafermilch

Geschmack: Hafermilch ist leicht wässrig und schmeckt ein wenig wie flüssige Haferflocken, sprich sehr getreidig.

Nährwerte: Vitamin E, B-Vitamine, Natrium, Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor und nur 1,5 Gramm Fett pro 100 Milliliter zeichnen die Hafermilch und ihre Nährwerte aus.

Milchalternativen zur Kuhmilch: Die Dinkelmilch

Dinkelmilch, in der Herstellung der Reismilch ähnlich, gehört zur Gruppe der Getreidemilchsorten. Rein von der Optik ähnelt sie herkömmlicher Kuhmilch.

Eiskaffee mit Milchalternative Dinkelmilch

Geschmack: Drinks aus Dinkel riechen und schmecken stark nach Getreide – bei purem Genuss gewöhnungsbedürftig. Der Geschmack ist jedoch eher süsslich und Latte-Arten kriegt man mit der Dinkelmilch wunderbar hin, da sie sich feinporig aufschäumen lässt.

Nährwerte: Die Nährwerte sind abhängig von der verwendeten Getreideart. Generell sind sie nährstoffarm und können deshalb nicht als vollwertiger Milchersatz empfohlen werden.

Cashewmilch

Cashewmilch gehört, neben den vielen Getreidemilchsorten, zu den Nussmilchsorten und besteht im Grunde nur aus Cashewnüssen und Wasser. Nussdrinks sind besonders cremig, haben aber auch einen höheren Fettanteil als ihre körnigen Kollegen.

Geschmack: Der Geschmack der Milch ist sehr dominant und darum für Kaffee eher ungeeignet. Versuch doch unseren Kaia-Tipp: Ein selbstgemachter Bananen-Kakao-Smoothie, zu dem die cremige Cashewmilch hervorragen passt. Lecker!

Nährwerte: Sie ist reich an gesunden Fetten, Vitaminen und Spurenelementen und arm an Kohlenhydraten. Sie glänzt mit vielen guten Ballaststoffen sowie einem hohen Gehalt an Eisen, Kalzium, Vitamin E und Omega 3 & 6.

Milchalternativen zur Kuhmilch: Haselnussmilch

Dieser Milchersatz aus Haselnüssen und Wasser duftet wie eine leckere Nuss-Nougat- Creme.

Milchalternative Haselnussmilch

Geschmack: Der authentisch-kräftige Haselnussgeschmack passt sehr gut zum Kaffee. Anders als bei den Getreidemilchsorten, weist die Nussmilch keine natürliche Süsse auf. Aus diesem Grund werden ihr oft Zucker zugesetzt, worauf man beim Kauf achten sollte.

Nährwerte: Wie die Cashewmilch, ist auch die Haselnussmilch fettreich und arm an Kohlenhydraten. Sie hat einen hohen Gehalt an Kalzium, Mangan, Selen, Zink und Eisen, weist jedoch einen überdurchschnittlichen Kaloriengehalt auf.

Welche ist deine Lieblingsmilch und wie verwendest du sie? Teile deine Meinungen und Tipps mit uns in den Kommentaren!

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