Alle Jahre wieder: Die schönsten Bräuche der Adventszeit

Der Dezember steht vor der Tür und somit auch der Beginn der Adventszeit. Advent, eine Zeit, die wir mit schönen Lichtern, kälteren Temperaturen und wundervoller Stimmung in Verbindung bringen. Die Adventszeit hat viele verschiedene Traditionen und Bräuche, die sie auszeichnet. In diesem Beitrag erfährst du mehr über diese und wie du sie in deiner Vorweihnachtszeit umsetzen kannst.

Advent Kerze

Was bedeutet das Wort Advent?

Der Begriff Advent stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Ankunft. Das hat mit dem Christentums zu tun. Die Christen feiern am 24. Dezember, also an Heiligabend, sowie an den Weihnachtstagen danach, die Geburt von Jesus Christus. Im Advent bereiten sie sich darauf vor, dieses Ereignis zu feiern.

Viele betrachten den Advent als Teil der Weihnachtszeit, doch genau genommen handelt es sich dabei um eine Phase der Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Verschiedene Bräuche und Traditionen sind feste Bestandteile dieser Vorweihnachtszeit.

Bräuche im Wandel

Das Faszinierende ist, dass Bräuche für Beständigkeit stehen und dennoch meist zeitgemäss umgesetzt werden. Wir passen den Brauchtum unseren Möglichkeiten und unseren Lebensumständen immer wieder neu an. So verbinden wir ganz harmonisch Altbewährtes und Modernes. Unveränderte Bräuche wird man heutzutage kaum mehr finden.

Dank der Technik kann man Brauchtum heute lebendiger und gleichzeitig traditioneller als je zuvor feiern. Wer will, kann samt Weihnachtsbaum in den Urlaub fliegen oder den Weihnachts-Einkaufsstress umgehen, in dem man die Geschenke übers Internet bestellt. Das alles schmälert das Erlebnis des Weihnachtsfestes nicht. Die Feier bleibt, die Tradition lebt und Brauchtum wird den nächsten Generationen überliefert. Hier sind verschiedene Bräuche, die zur Adventszeit gehören:

Der Adventskranz

Der Adventskranz ist für die allermeisten ein Muss für den Advent. Egal ob traditionell aus Tannenzweigen gebunden oder auf einem Teller angerichtet, er ist in den allermeisten Haushalten vorzufinden.

Adventskranz

Woher stammt der Brauch des Adventskranzes und welche Bedeutung hat er?

Den ersten Adventskranz gestaltete der evangelische Pfarrer Johann Heinrich Wichern im Jahr 1839. Er war der Gründer eines Waisenhauses in Hamburg. Damit seine Schützlinge genau wissen konnten, wann Weihnachten stattfindet, erfand Wichern eine Art Weihnachtskalender. Für jeden Tag der Adventszeit hat er eine Kerze auf einem hölzernen Wagenrad befestigt. Etwa zwanzig Jahre danach begann man, Kränze aus Tannengrün zu verwenden. Anstelle von 24 Kerzen wurden nur noch vier aufgestellt. Der Adventskranz begann als ein evangelischer Weihnachtsbrauch, aber breitete sich rasch im ganzen deutschsprachigen Raum aus und war bald auch in katholischen Haushalten fester Bestandteil der Vorweihnachtszeitdekoration.

Der Adventskalender

Adventskalender

Zur Adventszeit gehört auch unbedingt ein Adventkalender. Der erste Adventskalender, kam  Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Markt. Dieser bestand aus einem Papierbogen mit bunten Bildern zum Ausschneiden und einem weiteren Bogen mit 24 Feldern, auf die die Kinder die ausgeschnittenen Bildchen kleben konnten. Die Türchen fehlten allerdings noch in dieser Urversion.

Mistelzweig

Ein uralter Brauch, der in den letzten Jahrzehnten an Beliebtheit zugenommen hat. Hübsch geschmückt mit einem bunten Band wird er über der Tür aufgehängt. Er ist nicht nur ein schöner Weihnachtsschmuck, sondern gilt auch als Symbol für Frieden und Versöhnung. Ausserdem glaubten die alten Germanen, dass er böse Geister vertreibt und Fruchtbarkeit bringt.

Nikolausstiefel

Nikolausstiefel

Zum Gedenken an diesen wohltätigen Heiligen Sankt Nikolaus, der angeblich an einem 6. Dezember starb, werden Kinder schon seit vielen Jahrhunderten beschenkt. Am Vorabend  stellen die Kinder ihre Stiefel oder einen Teller vor die Tür. In diesem Nikolausstiefel oder Nikolausteller finden sie dann am nächsten Morgen viele kleine Leckereien wie Äpfel, Nüsse, Kekse und Schokolade oder sogar kleine Geschenke.

Schokolade

Häufig wird der Nikolaus noch von einem grimmig dreinblickenden Kumpanen begleitet, dem Knecht Ruprecht, Krampus oder Schmutzli. Es gibt viele Namen für diesen bösen Gesellen und die Kinder fürchten sich vor ihm. Als Gegenpol zum lieben Nikolaus bestraft er nämlich die Kinder mit seiner Rute, die im vergangenen Jahr nicht artig waren.

Backen

Guetzli backen

Grittibänz, Zimtsterne, Mailänderli, Christstollen – die Liste der Gebäcke zur Weihnachtszeit ist endlos. Jung und alt geniessen es beim Backen mithelfen zu dürfen und der Stolz auf das gelungene Resultat ist riesig. Es gibt aufwendige und einfache Rezepte zum nachbacken und für alle Geschmäcker lassen sich leckere Lieblingsgebäcke finden.

Guetzli Rezepte

Kerzenziehen

Vielerorts besteht die Möglichkeit, für wenig Geld selber Kerzen zu ziehen. Dies eignet sich super dazu, deine eigenen Weihnachtsgeschenke herzustellen. Mehr Ideen für selbstgemachte Geschenke findest du hier. Da zwischen jedem neuen Eintauchen des Dochtes eine Zeit lang gewartet werden muss, ist dies eine ideale Beschäftigung, um in der hektischen Vorweihnachtszeit etwas zur Ruhe zu kommen.

Tannenbaum

Ob man ihn zu Beginn der Adventszeit schmückt oder erst am 24. Dezember, bleibt jeder Familie selber überlassen. Auch die Diskussion, ob ein echter Baum in die Stube kommt oder einer aus Plastik, wird wohl nie enden. Wichtig ist auf alle Fälle, dass dein Baum dir und deiner Familie gefällt und dass das schmücken Spass macht.

Weihnachtslieder singen

Weihnachtslieder singen

Die Weihnachtszeit mit ihren zahlreichen Liedern aus aller Welt bietet sich perfekt zum gemeinsamen Singen an. Weil Singen entspannt und beruhigt, lässt sich dadurch auch Stress abbauen. Mach dir keine Sorgen, wenn es nicht perfekt klingt, es ist deine weihnachtliche Stimmung die zählt. Hier findest du eine Sammlung der traditionellen Weihnachtslieder.

Der Glühwein

Von den den Weihnachtsmärkten ist er einfach nicht mehr wegzudenken. Der Glühwein gehört genauso zu Weihnachten wie der Stollen und der Christbaum.

Glühwein

Dabei ist der heisse Wein sogar älter als das Weihnachtsfest. Der Glühwein hat seinen Ursprung beim Würzwein der alten Römer. Sie gaben dem Wein zur besseren Haltbarkeit kostbare Gewürze bei.

Der klassische Glühwein enthält meist eine Mischung verschiedener Rotweine und wird mit Gewürzen wie Anis, Kardamom, Muskat, Nelken, Orangen- und Zitronenschalen, Piment und Zimt gemischt.

Zimt

Du liebst auch die schöne Adventszeit? Was sind deine Lieblings-Traditionen? Teile diese mit uns in den Kommentaren!

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.