Die Wurzel die alles kann: Kurkuma

Kurkuma, auch gelber Ingwer oder Safranwurzel genannt, kennen die allermeisten als Gewürz, welches Curry ihre gelbe Farbe verleiht. Doch welche gesundheitlichen Vorteile verbergen sich hinter dieser reinigenden und energetisierenden Wurzel, die in der indischen Heilmedizin Ayurveda sogar als „Heiliges Pulver“ bezeichnet wird? Die Antwort auf diese Frage, sowie wie du es am besten in deinen Alltag integrierst, findest du in diesem Beitrag.

Kurkuma

Kurkuma ist eine Pflanzenart in der Familie der Ingwergewächse. Ihr Name geht auf den altindischen Begriff „kunkuman“ zurück, der die safrangelbe Farbe des Wurzelstocks beschreibt. Es wird vermutet, dass Kurkuma ursprünglich aus den Gebirgsregionen Südasiens stammt. Ihre genaue Herkunft ist aber nicht eindeutig geklärt. Heutzutage wird Kurkuma vorwiegend auf dem indischen Subkontinent, in China, Indonesien und den südamerikanischen Tropen angebaut.

Kurkuma Pflanze

Seit über 5000 Jahren ist die heilende Wirkung der Kurkumapflanze bereits in der Ayurveda-Medizin Indiens und der traditionellen, chinesischen Medizin bekannt. Sie zählt zu den ältesten bekannten Heilpflanzen der Welt. Traditionell wird Kurkuma in der Ayurveda-Medizin mit schwarzem Pfeffer oder Ingwer vermischt. Durch die Beimischung dieser beiden Gewürze wird ihre Wirkung zusätzlich verstärkt. In Europa und den USA wird Kurkuma grösstenteils lediglich als Küchengewürz in Currymischungen verwendet. Seit 50 Jahren beschäftigt man sich jetzt auch in der westlichen Welt mit der medizinischen Wirkung von Kurkuma und ihre Vorteile für den Organismus und die Gesundheit.

Die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma

Kurkuma ist eine hervorragende Quelle für Eisen, Magnesium, Mangan, Vitamin B6 und Kupfer. Viele Studien haben die positive Wirkung von Kurkuma auf unserer Körper untersucht. Diese Resultate haben aufgezeigt, dass Kurkuma bei der Behandlung gegen Krebs, Rheuma, Alzheimer und Arthritis, sowie bei Gallen-, Leber und Verdauungsbeschwerden helfen kann. Es wird auch als wirksam gegen Fieber und Infektionen gesehen.

Die indische Heilmedizin Ayurveda verwendet Kurkuma, welches sie ,,heiliges Pulver’’ nennen, um den ganzen Körper zu reinigen. Es wird auch verwendet bei Verdauungsbeschwerden und zur Behandlung von Fieber, Infektionen, Leberleiden, bei Gallenblasenproblemen und Arthritis. Alle sind langfristige Schädigungen durch freie Radikale.

Gewürze

Kurkuma und Reduktion des Krebsrisikos

Kurkuma ist auch eine potente Waffe gegen Krebszellen. Über 3000 Studien haben dazu geführt, dass Gesellschaften von Onkologie Kurkuma zur Begleitung einer Krebstherapie empfehlen. Kurkuma wirkt gegen Krebs, indem es

  • als Antioxidans die Krebsentstehung hemmt
  • die Mutation vorbelasteter Zellen zu Krebszellen verhindert
  • das Immunsystem stimuliert
  • die Entstehung und Ausbreitung von Metastasen hemmt
  • die Entwicklung von Blutgefäßen im Tumorgewebe verhindert
  • die Zellmembran der Krebszellen durchlässiger macht und so die chemische oder Strahlen-Therapie unterstützt
  • Gene aktiviert, die für den Selbstmord der Krebszellen verantwortlich sind

Kurkuma und Alzheimer

Eine der aktuellsten Studien zeigt, dass Kurkuma eine Wirksamkeit gegen Alzheimer besitzt. Studien bei der indischen Bevölkerung haben gezeigt, dass Alzheimer und Demenz bei der älteren Bevölkerung wenig verbreitet ist.

Es wird heute davon ausgegangen, dass Alzheimer auf Grund von Ablagerungen oder Plaques zwischen den Nervenzellen im Gehirn entsteht. Diese Ablagerungen bestehen aus fragmentierten Proteinen, die Entzündungen im Gehirn hervorrufen. Dadurch wird die Gehirnfunktion beeinträchtigt. Es ist bekannt, dass Kurkuma durch seine antioxidativen Fähigkeiten diese Oxidation und die Entzündungen verhindern könnte. Das ist aber nur möglich, wenn es die Hirn-Blut-Schranke überwinden kann. In letzter Zeit gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass Kurkuma genau dies kann. Eine Studie der Universität in Los Angeles hat gezeigt, dass Kurkuma die Plaquebildung im Gehirn verhindern kann.

Alte Leute mit Fahrrad

Kurkuma für die Fettverbrennung

Kurkuma regt den Stoffwechsel an und hilft Fett zu verdauen, indem der Fluss der Gallenflüssigkeit in der Gallenblase stimuliert wird. Es gilt als Bitterstoff und führt durch den intensiven Geschmack schneller zu einem Sättigungsgefühl. Studien haben ausserdem gezeigt, das Kurkuma sehr dabei hilft, Entzündungen zu reduzieren, bei Reizdarm, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.

Kurkuma für das Herz

Für das Herz ist Kurkuma ebenfalls sehr wirkungsvoll, da es Substanzen enthält, die das Blut davon abhalten zu schnell zu gerinnen. Dies ist bei Herzattacken und Hirnschlag von Vorteil. Homocystein ist eines der primären Einflusswerte bei Herzanfällen und diese kann signifikant reduziert werden, wenn Kurkuma im Körper vorhanden ist.

Kurkuma für schöne Haut und Haare

Kurkuma ist pure Wellness und Beauty für Haut, Haare. Die Inhaltsstoffe wirken nicht nur antibakteriell und abschwellend, sondern fördern auch die Hautdurchblutung. Wegen des hohen Gehalts an natürlichen Antioxidantien schützt Kurkuma effektiv vor Faltenbildung und vorzeitiger Hautalterung. Auch Problemhaut, welche empfindlich ist und zu Entzündungen neigt, profitiert von der reichhaltigen Pflege mit Kurkuma. Bei Pilzbefall oder Ekzemen ist ein Therapieversuch mit Kurkuma ebenfalls aussichtsreich.

Der regelmäßige Verzehr von Kurkuma kann langfristig zu schönem, dichten und fülligem Haar verhelfen. Bei Schuppenbefall kann das gelbe Kurkumapulver zusammen mit hochwertigen natürlichen Ölen direkt in die Haare gegeben und sanft einmassiert werden.

Kurkuma in der Küche

Das Superfood schenkt Speisen eine intensiv gelbe Farbe und sorgt durch seinen würzigen, erdig-bitteren Geschmack für ein besonderes Aroma. Vor allem in der indischen Küche kommt das Gewürz in vielen klassischen Gerichten zum Einsatz, zum Beispiel in Curry.

Rezeptideen:

Kurkuma Salatdressing

Zutaten: 1 kleine Knoblauchzehe, 1 Limette, 200 g Seidentofu, 4 EL Weissweinessig, 80 ml Orangensaft, 1 EL Honig, 0.5 TL Fleur de sel, 1 TL Kurkuma, Pfeffer

Salat

Zubereitung: Knoblauch grob hacken. Limette waschen, trocken reiben, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Limettensaft und -schale mit Knoblauch, Tofu, Essig, Orangensaft, Honig, Fleur de sel und Kurkuma in den Rührbecher füllen. Mit dem Schneidstab zu einem cremigen Dressing mixen. Dressing mit Pfeffer abschmecken und kalt stellen

Gelber Smoothie

Zutaten: 400 g Aprikosen, 2 Baby-Ananas (ca. 350 g), 15 g frischer Ingwer, 10 g frische Kurkumawurzel, 1 Chicorée, 300 ml Wasser, Agavendicksaft nach Belieben

Gelber Smoothie

Zubereitung: Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen. Ananas schälen, mit dem Strunk grob in Stücke schneiden. Ingwer und Kurkuma schälen und fein schneiden. Chicorée putzen und grob schneiden. Aprikosen, Ananas, Chicorée, Ingwer und Kurkuma mit Mineralwasser in den Küchenmixer geben und sehr fein pürieren, eventuell mit Agavendicksaft süßen.

Schwörst du schon lange auf das Wundermittel Kurkuma? Wie integrierst du es in deinen Alltag? Teile deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.

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