Klimaschutz: Mit kleinen Veränderungen Grosses bewirken

Wenn du Klimaschutz hörst, denkst du zuerst an PolitikerInnen und grosse Energiekonzerne, die zur Verantwortung gezogen werden müssen? Du denkst, du selbst bist machtlos und kannst nichts verändern? Das stimmt nicht! Warte nicht auf Massnahmen der Politik und Wirtschaft, sondern jetzt gleich mit kleinen Verhaltensänderungen im Alltag einen Beitrag. Mit diesen Tipps kannst du ganz einfach nebenbei ein echter Klimaschützer werden.

Frische Tomaten in einer Holz Harrasse

Überdenke dein Konsumverhalten 

  • Machen dir dein eigenes Konsumverhalten bewusst und entscheide aktiv, was du wirklich brauchst. Wenn wir alle beginnen bewusster einzukaufen, bewirkt dies schon sehr viel.
  • Was für eine Verschwendung! Rund ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel geht zwischen Feld und Teller verloren oder wird verschwendet.  Schade um’s kostbare Essen. Schade auch um’s viele Geld und ganz schlecht fürs Klima. Denn bei der Lebensmittelproduktion entsteht Kohlendioxid. Versuche deshalb nur das zu kaufen, was du wirklich zum Kochen brauchst. Weitere Massnahmen gegen Foodwaste findest du hier.

Gestalte dein Einkauf nachhaltig

  • Kauf saisonal und regional ein. So werden lange Transportwege vermieden und der dadurch verursachte CO2-Ausstoss minimiert. 
  • Verzichte auf aufwendige Verpackungen, sowohl beim Einkaufen als auch beim Weiterschenken.
  • Geh mit dem Einkaufskorb oder wiederverwendbaren Taschen zum Einkaufen.
Wiederverwendbare Tasche zum Einkaufen für den Klimaschutz

Verzichte auf tierische Produkte

  • Wenn wir weiter so viel Fleisch und Milchprodukte essen wie bisher, dann werden sich laut Studien die weltweiten Emissionen aus der Landwirtschaft bis 2070 verdoppeln. 
  • Die CO2-Emissionen von tierischen Produkten übersteigen die Emissionen pflanzlicher Produkte um ein Vielfaches.
  • Rindfleisch ist aus Sicht des Klimaschutzes das schlechteste Nahrungsmittel. Warum? Um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren, müssen 15 Kilogramm Futter erzeugt werden. Dafür braucht man eine Fläche von 40 Quadratmetern. Auf dieser Fläche könnte man 120 Kilogramm Karotten und 80 Kilogramm Äpfel ernten. 
  • Du denkst ohne tierische Produkte kannst du nicht genügend Eiweiss zu dir zu nehmen? Stimmt nicht! Lerne hier mehr über alternative Eiweisslieferanten.

Stelle zuhause um

  • Verwende in der Dusche einen Sparduschkopf. Er durchsetzt das Wasser mit Luft und senkt so den Verbrauch von überflüssigem Wasser.
  • Fest statt flüssig! Bei der Körperpflege lässt sich Verpackung sparen, wenn man feste statt flüssige Produkte wählt: Seife statt Duschgel, Haarseife statt Shampoo. 
Haarseife für den Klimaschutz benutzen, erhältlich im Kaia Onlineshop
  • Vermeide bei Elektrogeräten den Stand-by-Modus. Mit einer Mehrfach-Steckerleiste mit Netzschalter lassen sich mehrere Geräte wie Computer, Monitor und Drucker gleichzeitig ausschalten.
  • Die Spülmaschine ist nicht ganz voll und du musst unbedingt spülen? Dann wähle das Umweltprogramm. Ansonsten gilt es, die Spülmaschine nur ganz voll laufen zu lassen, damit einen Überfluss an Wasser und Strom vermieden wird.
  • Akkus nicht zu früh und nicht zu lange aufladen, das verkürzt deren Lebensdauer und verschwendet Strom. Wenn möglich Geräte mit Netzstecker nutzen, denn die Herstellung von Akkus belastet die Umwelt.
  • Mach aus deiner Wohnung keine Sauna! Ein Grad weniger Raumtemperatur spart 5 bis 10 Prozent Energie, 200 Kilo Kohlendioxid und Geld. Ideal für dich, für die Umwelt und deine Finanzen. Und anstatt das Fenster stundenlang zu kippen, lieber für einige Minuten stosslüften.

Klimaschutz: Auf das Papier kommt’s an

  • Verwende Recycling-Papier statt Papier aus frischem Zellstoff.
  • Lass dir Rechnungen per E-Mail zuschicken. Das spart nicht nur Transportwege, sondern auch viel Papieraufwand.

Wiederverwendbare Behälter

  • Verpacke dein Essen zum Mitnehmen in Mehrzweckgeschirr statt in Alufolie. Das spart Müll und Energie und langfristig auch Kosten. 
  • Benutze eine Glaswasserflasche, die du am Hahne füllst, um deinen PET Konsum zu minimieren.
Glasflasche Flower of Life von Soulbottles, erhältlich im Kaia Onlineshop
  • Milliarden von Einweg-Kaffee-Bechern werden pro Jahr weggeworfen. Wenn du Umwelt und Klima schonen willst, nimm einen wiederverwendbaren Becher mit und lass ihn befüllen. Oder trink den Kaffee daheim oder im Café. So bewirkst du schon viel.
  • Ein Tipp für Glacéliebhaber: Beim Kugeleis lieber die Waffel statt den Becher wählen. Das spart Müll und schmeckt ausserdem meistens noch besser!

Lass deinem grünen Daumen freien Lauf

  • Pflanze Bäume! Bäume sind natürliche Kohlenstoffspeicher, deshalb gilt Wiederaufforstung im Grossen wie auch im Kleinen als eines des effektivsten Mittel gegen den Klimawandel. 
  • Kaufe Blumenerde ohne Torf oder mache Pflanzerde selber. Für den Torfabbau werden Moore zerstört, die zu den effektivsten CO2-Speichern gehören. 
  • Baue Lebensmittel selber an! So werden sämtliche Transportwege eingespart, bis auf den vom Beet in deine Küche. Inspiration für deinen eigenen Kräutergarten findest du hier.

Klimaschutz bei der Mobilität 

  • Geh öfter mal zu Fuss oder fahre mit dem Velo. Letzteres ist innerstädtisch bei kurzen Distanzen oft sogar schneller, weil man sich Staus und die Parkplatzsuche sparen kann.
Velo statt Auto für den Klimaschutz
  • Nutze die öffentlichen Verkehrsmittel statt das Auto.  Bei durchschnittlicher Auslastung werden bei einer Autofahrt pro Person 14 bis 24 Kilogramm CO2 ausgestossen. Wenn du mit Bus und Bahn reist, sind es nur 3 bis 4,5 Kilogramm CO2.
  • Wenn es ohne Auto nicht geht, nutze Carsharing. Dies schont Ressourcen und schafft langfristig auf den Strassen mehr Platz für klimafreundlichen Verkehr, weil weniger Parkflächen benötigt werden. 
  • Gar nicht mehr oder weniger fliegen. Kleiner Tipp: Im Sinne der Umwelt und der eigenen Erholung ist es besser, eine lange Fernreise zu unternehmen statt viele kleine Kurztrips.

Hast du schon Änderungen in deinem Alltag vorgenommen, um deinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten? Teile diese mit uns in den Kommentaren!


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