So retten wir die Welt!

10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Täglich hört man von steigenden Temperaturen, wachsenden Müllbergen und Fischen, die Plastik im Körper haben. Jedes Kind weiss, dass wir unser Verhalten gegenüber unserem Planeten ändern müssen. Nachhaltigkeit bedeutet sicherzustellen, dass nachfolgende Generationen genauso die Möglichkeit haben ihre Bedürfnisse zu befriedigen wie wir. Deshalb ist es nötig, dass so viele Ressourcen wie möglich gespart oder durch erneuerbare Energien ersetzt werden, die Luftverschmutzung reduziert wird und diese Entwicklung in allen Ländern gefördert wird.

Manche mögen von der Menge an Möglichkeiten, seinen Alltag nachhaltiger zu gestalten überfordert sein. Es gibt so viel zu tun, wo soll man beginnen? Dabei darf nicht vergessen werden, dass jede noch so kleine Tat ein Schritt auf dem Weg zur Nachhaltigkeit ist und manche Veränderungen nicht von heute auf morgen vorgenommen werden können.

Aber was genau kann jeder Einzelne von uns tun, um das Schicksal der Welt zu ändern?

Wir haben spannende Facts und 10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag zusammengetragen: So retten wir die Welt.

1. Plastik sparen

Das Bundesamt für Umwelt warnt, dass jährlich pro Person 125 Kilogramm Plastik verbraucht werden. Laut Oceancare finden jedes Jahr 9 Millionen Tonnen Kunststoff ihren Weg ins Meer und in der selben Zeit verenden eine Million Seevögel durch Plastik in ihren Mägen.

einkaufen

Einige Supermarktketten haben vor ein paar Monaten einen ersten, wichtigen Schritt in Richtung plastikfreies Einkaufen gemacht und Einwegtüten mit Gebühren versehen. Als Alternative werden Stoffbeutel angeboten Die Auswahl an schönen Beuteln ist beinahe unbegrenzt – damit macht Einkaufen noch mehr Freude!

Noch weiteren Plastik kann man sparen, indem man auf einzeln verschweisstes Gemüse verzichtet und anstatt wöchentlich unzählige Wasserflaschen nach Hause schleppt, lieber Hahnenwasser trinkt. Für unterwegs macht eine schöne Mehrwegflasche aus Glas oder Edelstahl eine viel bessere Figur als eine knackende Plastikflasche.

2. Fleischkonsum reduzieren

Die Umweltbelastung durch die durchschnittlich 52 Kilogramm Fleisch, die Schweizer jedes Jahr essen, könnte 450-mal tiefer sein, würde man das Fleisch durch Linsen ersetzen sagt WWF.

Gemüse

Um seinen CO2-Fußabdruck zu verkleinern, kann man für einige Tage in der Woche bewusst auf Fleisch verzichten und stattdessen spannende und vielfältige fleischlose Gerichte entdecken.

3. Bewusster einkaufen und kochen

2’300’000 Tonnen Nahrungsmittel werden laut dem Bundesamt für Umwelt jährlich von der schweizer Bevölkerung in den Abfall geworfen, das sind 300 Kilogramm pro Kopf (zum Vergleich: ein Baby-Elefant wiegt etwa 150 Kilogramm)!

Einkaufsliste

Um dem entgegenzuwirken, ist eine grobe Planung der Mahlzeiten für einige Tage im Voraus hilfreich, so wird nur gekauft was wirklich benötigt wird.

Qualitätssiegel wie Fairtrade oder Bio lassen erkennen, dass der Einkauf fair und nachhaltig produziert worden ist. Idealerweise werden nur saisonale Früchte und Gemüse gekauft. Wenn das nicht möglich ist, sollte beachtet werden dass (auch einheimische) Treibhäuser schädlicher sind als ein Transport per Lastwagen.

Viele trockene Lebensmittel wie Linsen, Pasta oder Reis können übrigens bedenkenlos auch weit nach ihrem Ablaufdatum gegessen werden solange kein Geziefer den Weg in die Packung gefunden hat.

4. Ein Grad weniger heizen

Wenn ein Haus oder eine Wohnung im Winter um nur 1 Grad weniger geheizt wird, werden ungefähr 6 Prozent Energie, also 125 Liter Heizöl gespart.

Falls du bisher dein Zuhause auf 24 Grad erhitzt hast und dich dazu entscheidest auf die empfohlenen 20 Grad zu wechseln, kannst du sogar 24 Prozent Energie sparen!

Stoßlüften, anstatt das Fenster durchgehend gekippt zu halten, spart noch mehr Kosten und Energie.

5. Secondhandshops und Flohmärkte besuchen

Ungefähr 15 Kilogramm neue Kleidung kauft jeder Schweizer pro Jahr, das meldet SRF. Ein T-Shirt legt dabei einen Weg von etwa 20’000 Kilometern zurück bis es zu uns in den Kleiderschrank findet. Zum Vergleich: der Landweg Zürich-Moskau beträgt 2’500 Kilometer.

Flohmarkt

“Thrift Shopping”, also das Kaufen gebrauchter Kleidung, ist speziell in den USA ein Trend, der aber längst auch in Europa angekommen ist. Nicht nur werden durch Thrift Shopping weniger neue Klamotten benötigt, einen Secondhand-Shop zu durchstöbern und teilweise skurrile Kleidungsstücke zu entdecken, macht auch einfach Spaß und ist ein Erlebnis.

6. Etwas für deine Mitmenschen tun

Laut Bundesamt für Statistik engagieren sich bereits 42% der schweizer Bevölkerung freiwillig, das schließt Vereinsarbeit, politische Ämter aber zum Beispiel auch die unbezahlte Arbeit mit Hilfsbedürftigen ein.

Viele, vor allem junge Personen reisen einmal in ein fremdes Land, zum Beispiel um einige Wochen Englisch in einem Entwicklungsland zu unterrichten. Aber auch in der Schweiz gibt es eine grosse Nachfrage an freiwilligen Helfern, zum Beispiel als Begleitperson von Senioren, Organisator für Sport mit Flüchtlingen oder als Übersetzer/in.

Als freiwilliger Helfer arbeitet man für einige Stunden im Monat ohne Gehalt, wird dafür aber mit vielen neuen Erfahrungen und der Gewissheit, etwas für die Allgemeinheit getan zu haben, belohnt.

Hast du schon einmal eine Spende verschenkt?

Geschenk-Spenden gibt es in unzähligen Ausführungen, ob eine Patenschaft für ein Tier, einem Kind oder gar ein Landbaukurs für Frauen in Tansania, für jeden findet sich etwas Passendes.

Von Geschenkspenden profitieren alle, zudem wirken sie Ramsch-Ansammlungen von verzweifelten Vorabend-Einkäufen entgegen.

7. Wasser sparen

160 Liter Wasser verbrauchen Herr und Frau Schweizer laut WWF täglich direkt, sei es mit Duschen, WC spülen oder zum Pflanzen gießen. Indirekt jedoch, versteckt zum Beispiel in der Lebensmittelproduktion, werden über 4’000 Liter pro Kopf verbraucht.

Leitungswasser

Mit einer Tasse Kaffee trinkt man indirekt 140 Liter Wasser mit und ein Kilo Rindfleisch schlägt mit gleich 15’000 Liter zu Buche.

Mittels Sparduschköpfen kann bereits einiges an Wasser gespart werden und natürlich sollte das Wasser während dem Zähneputzen abgestellt sein. Außerdem ist das Geschirrspülen mit der Maschine viel effizienter als per Hand.

8. Abfall reduzieren

Die Menge an Abfall in unseren Weltmeeren ist mehr als bedenklich. Durch die Strömungen bilden sich Strudel, in welchen sich Abfall sammelt. Der größte dieser Abfall-Strudel befindet sich im Nordpazifik und hat eine Fläche von ganz Westeuropa!  

Nur 30% aller verkauften Batterien werden ordnungsgemäß zurückgegeben, der Rest wird, obwohl extrem giftig, in den Hausmüll gegeben.

Viele Produkte wie Seife kann man in Nachfüllpackungen kaufen und den beschädigten Mantel bei einer Schneiderei flicken zu lassen anstatt gleich einen Neuen zu kaufen, trägt bereits zu einer besseren Abfallbilanz bei.

Viele Gegenstände kann man sehr gut ausleihen ohne sie selber zu kaufen, Bücher und DVD’s zum Beispiel, aber auch Handwerksmaschinen und natürlich Autos.

Recycling

9. Benzin und CO2 sparen

Etwa 37 km legt jeder Schweizer täglich zurück und jeder Fünfte ist schädlichem oder lästigem Strassenverkehrslärm ausgesetzt meldet das BAFU. 100 Kilometer im Auto verursachen rund 19 Kilogramm CO2.

Wenn du anstatt mit dem Auto den Zug nimmst, kannst du bis zu 18 Kilogramm CO2 auf 100 Kilometer sparen. In der Straßenbahn an den im Stau stehenden Fahrzeugen vorbeizufahren ist ausserdem ein sehr gutes Gefühl. Fahrgemeinschaften sind interessant für dich, falls du öffentliche Verkehrsmittel grundsätzlich meiden möchtest.

Noch besser für die Umwelt und deine Fitness ist aber das Fahrrad! Wenn dein Arbeitsweg zu lange ist um ihn komplett mit dem Fahrrad zurückzulegen, kannst du dir überlegen wenigsten einen Teil davon zu radeln.

10. Initiative ergreifen

Im Büro werden noch immer alle Mails ausgedruckt? Anstatt diesen Umstand stillschweigend zu akzeptieren kann man sich dafür einsetzen, dass zum Beispiel ein Online-Archiv eingerichtet wird.

Oder im Wohnblock besitzen die Toiletten noch keine verschiedenen Spülknöpfe? Vielleicht wurde die Hausverwaltung bisher noch nie über die Vorteile aufgeklärt.

Es muss nicht unbedingt für ein nachhaltigeres Leben missioniert werden, ein nützlicher Tipp hier und ein angebrachter Hinweis da werden sehr viel mehr von den Mitmenschen geschätzt.


Das waren sie, unsere 10 Tipps wie wir gemeinsam nachhaltiger sein können.
Selbstverständlich ist diese Liste längst nicht vollständig, es gibt noch unzählige weitere Wege, wie unser Umgang mit der Erde verbessert werden kann.
Hast du noch andere Tipps oder wissenswerte Facts? Lass uns einen Kommentar da!

2 Antworten auf „So retten wir die Welt!“

  1. Hallo

    Ein sehr guter Artikel mit einer Menge an Spartipps.

    Bei Punkt 1 möchte ich gerne einen Hinweis abgeben:
    # Die Landwirtschaft verbraucht sehr viel Kunststoff-Folie – gerade wenn es darum geht, Heu und Stroh in Ballen einzuwickeln. Hier könnte gezielt mit einer Gebühr Gegensteuer gegeben werden.
    # Wir dürfen jedoch nicht ausser Acht lassen, dass mit dem Recycling von Kunststoff jede Menge neuer Artikel und Gegenstände gefertigt werden.

    Auch bei Punkt 6 noch einen Hinweis:
    # Viele Spendenorganisationen verfügen über einen aufgeblähten Verwaltungsapparat. Bei grossen Organisationen können so schonmal über 80% der Spendengelder in die Verwaltung fliessen. Den Hilfsbedürftigen bleiben so nur 20%.

    1. Hallo Hartmann, vielen Dank für dein Lob und deine wertvollen, konstruktiven Inputs! Dass die Verwaltungen der Spendenorganisationen Kosten verursachen, ist leider unvermeidbar… Wer sich Sorgen um die Vertrauenswürdigkeit einer Spendenorganisation macht, wendet sich deswegen am besten an das Verzeichnis der zertifizierten Organisationen der ZEWO.
      https://www.zewo.ch/fur-spendende/hilfswerke-suchen/zertifizierte-hilfswerke-finden
      Ich wünsche dir einen entspannten Abend!

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