Nussmilchbeutel : 5 Verwendungszwecke

Wie der Name schon sagt, ist ein Nussmilchbeutel dafür gemacht, um die selbst hergestellte Nussmilch zu passieren. Das feinmaschige Gewebe fängt die zerkleinerten Partikel auf und hinterlässt die flüssige Nuss- oder Pflanzenmilch. Abgesehen davon lässt sich dieser Beutel aber auch für andere Dinge verwenden. In diesem Beitrag erfährst du 5 verschiedene Verwendungszwecke für deinen Nussmilchbeutel.

Hanfsamen

Was ist ein Nussmilchbeutel?

Ein Nussmilchbeutel ist ein feinmaschiger Stoffbeutel, der wie ein Sieb zur Trennung der flüssigen und festen Bestandteile von Nahrungsmitteln genutzt werden kann. Besonders wer laktoseintolerant ist oder einfach weniger Milchprodukte zu sich nehmen möchte, kann mit einem Nussmilchbeutel Alternativen zu Kuhmilch selbst herstellen, ohne die teure Pflanzenmilch im Supermarkt zu kaufen.

Glücklicherweise kannst du diesen Beutel aber auch für weitere Zwecke in deiner Küche gut brauchen. Nachfolgend erfährst du für welche:

Säfte

Mit einem Standmixer und einem Nussmilchbeutel kannst du vitaminreiche Frucht- und Gemüsesäfte ohne Entsafter herstellen. Dafür als Erstes die gewünschten Früchte und Gemüse zusammen mit Wasser im Standmixer pürieren. Anschliessend den Nussmilchbeutel in einen Krug stülpen, den pürierten Inhalt hinein leeren und durch ausdrücken den Saft im Krug auffangen.

Je nach dem wie dünn- oder dickflüssig du den Saft magst, pürierst du das Ganze mit mehr oder weniger Wasser oder gibst am Schluss zusätzliches Wasser dazu um den Saft zu verdünnen. Früchten und Gemüse, die ohnehin viel Wasser enthalten, musst du dementsprechend auch weniger Wasser beigeben. So wie beispielsweise Wassermelonen oder Gurken. Möchtest du einen Saft aus knackigem Gemüse wie Karotten oder rohen Randen herstellen, ist das Sieben durch einen Nussmilchbeutel besonders empfehlenswert, da immer kleine Partikel übrig bleiben, egal wie lange du es pürierst. Grundsätzlich gilt aber, je flüssiger der zu passierende Saft, desto einfach lässt er sich ausdrücken.

Sprossen ziehen

Falls du zu Hause eigene Sprossen ziehen möchtest, kannst du dies mit einem Nussmilchbeutel machen. Dafür gibts du zuerst deine gewünschten Samen (zum Beispiel Alfalfa, Linsen, Mungbohnen, Gerste, Quinoa, Radieschen, Gartenkresse etc.) in ein grosses Glas und füllst es mit Wasser. Das Ganze lässt du über Nacht bei Raumtemperatur stehen. Am nächsten Morgen leerst du die aufgequellten Samen in einen Nussmilchbeutel und spülst alles gründlich mit frischem Wasser durch. Je nach Küchenspüle, kannst du den Nussmilchbeutel mit den Sprossen an den Wasserhahn oder an einen Haken neben der Spüle aufhängen. So dass das überschüssige Wasser abtropfen kann und von von allen Seiten Luft an den Beutel gelangt. Diesen Prozess von Durchspülen und Aufhängen wiederholst du morgens und abends für einige Tage, je nach Samenart und Vorliebe.

Sprossen liefern viele Vitamine und Mineralstoffe und sind eine gute Quelle für pflanzliche Proteine.

Kaffee und Tee

Kaffee

Magst du Kaffee, hast aber keine Kaffeemaschine? Oder ist deine Kaffeemaschine ausgerechnet heute kaputt gegangen? Mit einem Nussmilchbeutel kannst du dir schnell und unkompliziert einen selbstgebrauten Kaffee zaubern. Dazu einfach den Nussmilchbeutel in eine Tasse oder einen Krug halten, dein gewünschtes Kaffeepulver oder Getreidekaffeepulver hinein geben und heisses Wasser darüber giessen. Das ganze etwas ziehen lassen, danach den Beutel herausnehmen und kurz abtropfen lassen. Nun kannst du deinen Kaffee nach deinen Vorlieben verfeinern und geniessen.

Ähnlich verhält es sich mit Tee. Denn deinen Nussmilchbeutel kannst du als Teesieb für deinen Tee benutzen. Dafür wie beim Kaffee deine gewünschte Teemischung in den Beutel füllen, in eine Tasse mit heissem Wasser geben und ziehen lassen. Sobald du die gewünschte Stärke des Tees erreicht hast, kannst du den Beutel entfernen, auswaschen und zum Trocknen aufhängen. Mehr Infos zu Tee findest du hier.

Veganer Knoblauch Käse

  • 240g rohe Cashewkerne
  • 2 Knoblauchzehen gehackt
  • ½ TL Knoblauchpulver
  • Die abgeriebene Schale einer Zitrone
  • Der Saft von 2 Zitronen
  • 180ml Wasser
  • 6g Nährhefe
  • ½ TL Meersalz
  • 30ml Olivenöl
Nussmilchbeutel

Die Cashewkerne in eine Schüssel geben und mit mindestens der doppelten Menge an kaltem Wasser bedecken. Klarsichtfolie darüber spannen und für ca 12 Stunden einweichen lassen. Die eingeweichten Cashewkerne zusammen mit den anderen Zutaten in eine Küchenmaschine oder Standmixer geben und alles geschmeidig pürieren. Die fertige Mischung in den Nussmilchbeutel füllen und hängend fermentieren lassen, dabei die Molke in einer Schüssel auffangen. Alternativ kannst du den gefüllten Nussmilchbeutel auch in ein Sieb, welches du über eine Schüssel legst, im Kühlschrank für mindestens 12 Stunden reifen lassen.

(Inspiriert von Minimalist Baker)

Nussmilch

Der naheliegendste Verwendungszweck für einen Nussmilchbeutel ist natürlich sie für selbst gemachte Nuss- oder Saatenmilch zu verwenden. Du kannst dafür rohe Nüsse oder auch Hanfsamen, Sesam oder Hafer verwenden. Wichtig dabei ist, dass du die Nüsse oder Saaten für einige Stunden oder am besten über Nacht in reichlich Wasser einweichen lässt. Denn dadurch werden die enthaltenen Enzyme aktiviert und Antinährstoffe zerstört, somit ist die Milch besser verträglich.

Das Grundrezept für eine Nussmilch ist einfach: Eingeweichte Nüsse und Wasser, fertig. Experimentier aber ruhig mit zusätzlichen Zutaten rum, um deine optimale Mischung zu erhalten. So empfiehlt es sich eine oder mehrere der folgenden Zutaten dazuzugeben:

Rezept Mandelmilch

Die Mandeln über Nacht in viel Wasser einweichen. Danach das ganze Wasser abgiessen, die Nüsse mit frischem Wasser durchspülen und in einen Standmixer geben. 8dl frisches Wasser dazugiessen und alle restlichen Zutaten dazugeben. Das ganze für 30-60 Sekunden auf höchster Stufe pürieren und anschliessend durch einen Nussmilchbeutel in einen Krug leeren. Durch ausdrücken oder “melken” des Beutels die ganze Milch im Krug auffangen. Zur Aufbewahrung der frischen Mandelmilch verwendest du am besten eine verschliessbare, sterilisierte Glasflasche. Darin lässt sich die Mandelmilch bis zu 5 Tage im Kühlschrank halten.

Mandelmilch

Leichte Reinigung

Um den Nussbeutel zu reinigen, kannst du ihn ganz einfach unter fliessendem Wasser waschen und zum Trocknen aufhängen. Am besten wäscht du ihn ab und zu auch in der Waschmaschine mit deinen übrigen Küchentüchern und Lappen mit.

Verwendung von Pulpe

Gerade bei der Herstellung von Mandelmilch, bleibt eine gewisse Menge an Pulpe, also der verkleinerte Rest der Mandeln übrig. Diese wegzuwerfen wäre viel zu Schade. Stattdessen kannst du mit diesen Resten diverse Leckereien zaubern. Zum Beispiel Raw Almond Pulp Fudges. Dazu benötigst du folgende Zutaten:

Raw Fudge

Zuerst die Cashewkerne in einer Küchenmaschine oder einem Standmixer zerkleinern, bis du ein grobkörniges Mehl erhältst. Danach die entsteinten Medjool-Datteln dazugeben und weiter zerkleinern, bis alles anfängt zusammen zu kleben. Nun die restlichen Zutaten dazugeben und alles zusammen verkleinern bis du eine schokoladige Masse erhältst. Gib die Mischung in eine kleine Auflaufform und drücke die Mischung gut an. Stelle die Form anschliessend für mindestens eine Stunde ins Gefrierfach bevor du die Fudges in Stücke schneidest. Bewahre die Fudges immer im Gefrierfach auf, damit sie die richtige Textur haben.

(Inspiriert von The Rawtarian)


Hast du andere Varianten, wie der Nussmilchbeutel verwendet werden kann? Teile sie mit und in den Kommentaren!

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