Die besten Tipps und Tricks für besseres und effizienteres Lernen

Du kennst das Gefühl dich stundenlang hinter die Bücher gesetzt zu haben und trotzdem hast du nichts gelernt? Dann hast du dich bestimmt schon gefragt: Wie kann ich besser lernen? Doch gibt es darauf auch eine passende Antwort? Auf jeden Fall gibt es einige Tipps, die dir beim Lernen helfen können und diese findest du in diesem Beitrag.

Gut geplant ist halb gemeistert!

Frau am Lernen

Zugegeben: Natürlich kannst du auch einfach locker aus der Hüfte loslegen. Deutlich cleverer ist es aber, dir erstmal einen gut durchdachten Plan zu machen. So weisst du nämlich ganz genau, was du tust und noch zu tun hast – und schaffst die idealen Bedingungen für richtig gute Lernerfolge. 

So geht’s:

Finde heraus, wie viel Zeit du verplanen kannst

Dass Lernen auf den letzten Drücker selten so richtig Früchte trägt, weisst du natürlich längst. Aber auch wenn du frühzeitig und rechtzeitig beginnst, kann dich der Zeitfaktor ins Straucheln bringen. Ganz wichtig ist nämlich, dass du realistisch planst. Dazu betrachtest du am besten drei Zeitdimensionen:

  • Alltagszeit
  • Freizeit
  • Lernzeit

Schau dir zuerst an, wie viel Alltagszeit schon fest verplant ist. Vom Stundenplan bis zum Putzplan gibt es sicherlich diverse Alltagspflichten, die schon mal einen Grossteil deiner Zeit schlucken werden. Wie viel Freizeit bleibt realistisch gesehen noch übrig?

Nimm als Nächstes deine Freizeit genau unter die Lupe. Welche Verabredungen und Termine hast du, die ebenfalls feste Zeitfenster blocken? „Freizeit“ ist eben nicht gleich „freie Zeit“, wenn du schon viele Pläne hast.

Zeitplanung beim Lernen

Die Restzeit, die jetzt übrig bleibt, einfach zur Lernzeit zu erklären, funktioniert auch nicht so einfach. Denk auch ehrlich an deine persönliche Leistungsfähigkeit und  Konzentrationsspanne. Auch dein Biorhythmus ist für deine Zeitplanung wichtig. Schliesslich lernst du am besten dann, wenn du auch wirklich aufnahmefähig bist.

Mach dir eine Liste bzw. Tabelle der Lern-Zeitfenster, die du realistisch einplanen kannst oder schreib sie dir in deinen Kalender. Jetzt weisst du genau, wie viele Arbeits- und Lerneinheiten du mit welcher Dauer wann zur Verfügung hast.

Such alles Wichtige zusammen und schau, was zu lernen ist.

Verschaff dir einen sorgfältigen Überblick und geh deine Notizen und Materialien einmal aufmerksam durch. Was musst du überhaupt alles lernen? Was fehlt und muss noch nachgetragen werden? Welcher Themenbereich ist vielleicht doch umfangreicher als du so aus der Erinnerung heraus dachtest?

Nur wenn du genau weisst, wie viel und was du tatsächlich lernen musst, kannst du deine Lerneinheiten richtig planen. Besorg dir also fehlende Unterlagen, bring alle Notizen in die richtige Reihenfolge und sorge dafür, dass du für jedes Fach wirklich alles griffbereit und auf dem Schirm hast.

Bring die Fächer und Lerninhalte in die richtige Reihenfolge.

Organisation beim Lernen

Dass nur eine einzige Prüfung oder Arbeit ansteht, ist wohl eher die Ausnahme. Meist musst du dich parallel auf mehrere Tests vorbereiten und verschiedene Fächer und Inhalte unter einen Hut bekommen. Bevor du hektisch anfängst, zu jonglieren, frag dich erst mal:

  • In welchen Fächern und bei welchem Stoff bist du schon recht sicher
  • Wo fühlst du dich im Gegensatz dazu sehr unsicher

Das „schwierigste“ Fach – also das, in dem du dich am unsichersten fühlst – und die kompliziertesten Inhalte brauchen die meiste Lernzeit. Für dich leichte Fächer bzw. Inhalte kannst du dagegen auf deiner Prioritätenliste nach hinten schieben und mit weniger Zeit berücksichtigen.

Plan am Anfang genug Zeit ein, um dir den Stoff optimal aufzubereiten

Je mehr Sinne du ansprichst, desto besser klappt es mit dem Lernen. Ausserdem solltest du natürlich möglichst deinem Lerntyp entsprechend vorgehen. 

Kenne deinen Lerntyp

Es kann hilfreich sein, zu wissen, welcher Lerntyp du bist. Dieses Wissen über sich selber kann helfen, effizienter zu lernen. Diese vier klassischen Lerntypen existieren: 

  • Auditiver Lerntyp:
    Gelernt wird hauptsächlich beim Zuhören!
  • Visueller Lerntyp:
    Beim Lesen oder Filmeschauen klappt das Lernen am besten!
  • Motorischer Lerntyp:
    Hier wird angepackt! Einprägen durch Anfassen und Anpacken!
  • Kommunikativer Lerntyp:
    Im Gespräch, bei Diskussionen oder in Gruppenarbeit lernt dieser Lerntyp am schnellsten!

Beides bedeutet unterm Strich, dass du noch ein bisschen Extra-Zeit brauchen wirst, um die Informationen in die für dich richtige Form zu bringen. Mindmaps, Karteikarten und Co. wollen schliesslich erst einmal erstellt und gestaltet werden. Verplane die ersten Arbeitseinheiten auf deiner Liste also nicht direkt für’s Lernen, sondern reserviere dir genug Zeit für’s Vorbereiten und Aufbereiten des Stoffes.

Lege fest, was genau du wann erledigen und lernen möchtest.

Planung beim Lernen

Teile dir den Lernstoff in viele kleine Einheiten ein und schreibe dir im letzten Schritt genau auf, welche Inhalte du in welcher Einheit lernen wirst. Kleiner Tipp: Geh lieber von Mini-Arbeitsblöcken mit ca. 30 Minuten konzentriertem Lernen an einem Stück aus. Danach brauchst du nämlich wahrscheinlich eine Pause. Bleib also auch hier realistisch und plane lieber etwas vorsichtiger, wie viel Stoff du jeweils in die Lerneinheiten packst. Kalkuliere ausserdem nach jeder halben Stunde ein paar Minuten ein, um dich etwas zu bewegen, dir die Beine zu vertreten und ordentlich zu lüften. Tipps für einen guten Arbeitsplatz und Übungen, die du am Schreibtisch machen kannst, findest du hier.

Nach diesen fünf Schritten steht dein Lernplan:

  • Du weisst, wie viel Zeit du realistisch zur Verfügung hast.
  • Du hast den genauen Überblick und weisst, was du lernen musst.
  • Du hast Prioritäten gesetzt und deine „Lernhierarchie“ festgelegt.
  • Du hast genug Zeit eingeplant, um dir den Stoff optimal aufzubereiten.
  • Und du hast den Lernstoff auf deine Lerneinheiten verteilt.

Sobald dein Lernplan steht, musst du ihn nur noch umsetzen. Hier sind 3 weitere Tipps, welche dir beim Lernen helfen.

Lerntipp 1: Schnelllesen ohne Übungen

Überfliege zuerst den ganzen Stoff einmal. Lerne den Stoff in dem du die Texte schnell durchliest, damit erhältst du einen detaillierten Überblick über die einzelnen Themengebiete. Lass in dieser Lernphase das Lösen von Aufgaben oder Übungen gänzlich weg.

Beim zweiten aufmerksameren Durchlesen ist dir bereits bekannt, worum es geht und was das Wichtigste zu diesem Thema ist. 

Diese Methode benötigt nicht zwingend mehr Zeit, denn so kann man den Text beim richtigen Durchlesen schneller lesen und vertrödelt keine Energie und Zeit mit Unwichtigem. Mehr Infos dazu findest du hier.

Lerntipp 2: Zusammenfassung von Hand

Schreibe auf ein A4-Blatt alles Elementare und Notwendige für deine bevorstehende Prüfung auf. Wir ziehen diese Methode den berühmten Lernkärtchen vor! Eine handgeschriebene Zusammenfassung zwingt dich gelerntes zusammenzufassen und kompakt aufzuschreiben
Zudem ist eine von Hand geschriebene Zusammenfassung ideal für das Repetieren des bereits Gelernten. Aber Vorsicht: Schreibe nie 1:1 aus dem Buch oder dem Skript ab, sondern formuliere zwingend Alles in eigenen Worten selber. Bulletpoints  und Aufzählungen helfen zu strukturieren und den Lernstoff auch thematisch etwas einzuteilen.

Lerntipp 3: Nie aufgeben. Nie!

Mag zwar banal klingen aber: Immer schön weiterlernen. Auch wenn dir die Situation hoffnungslos vorkommt. Ruhig bleiben und fokussiert weiterlernen. In ein paar Stunden kann man sehr viel Stoff lernen und sich ins Gedächtnis einprägen.

Also nie aufgeben und immer konzentriert weitermachen: Es wird sich lohnen.

Frau am Lernen

Auch wenn es nur ein paar wenige Antworten sind, die du an der Prüfung durch deinen zusätzlichen Lerneffort liefern kannst. Dies kann entscheidend sein.

Schaust du Teile des Stoffes zum ersten Mal kurz vor dem Prüfungstag an, wird dein Prüfungsresultat sicherlich besser herauskommen, als wenn du es nicht angeschaut hättest.

Achtung: Jedoch bleibt so das Gelernte nicht im Langzeitgedächtnis hängen. Dazu bräuchte es mehrmaliges und vertieftes Auseinandersetzen mit dem Prüfungsstoff.

Hast du manchmal auch Schwierigkeiten beim Lernen? Was sind deine Tipps um besser zu lernen? Teile diese mit uns in den Kommentaren!

 

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