Weniger CO2 & noch mehr Erholung: Unsere Tipps für nachhaltige Ferien

Ferienzeit ist unsere Lieblingszeit des Jahres. Egal welche Saison, egal welcher Ort und mit wem, Urlaub lässt uns all unsere Sorgen vergessen und die Erholung vom Alltag geniessen. Für die Umwelt und die Feriendestination sieht es aber oft nicht so rosig aus. Wie schafft man es auch im Urlaub umweltbewusst, klimafreundlich und sozialverträglich zu handeln? Wie man nachhaltige Ferien gestaltet erfährst du in diesem Beitrag.

Was bedeutet eigentlich nachhaltiger Tourismus?

Nachhaltige Ferien - eine Schaukel über einem Reisfeld in Bali
In der Umweltdatenbank wird der Begriff folgendermassen definiert:
„Als nachhaltig wird Tourismus dann angesehen, wenn er einen Umgang mit allen Ressourcen in einer Art und Weise ermöglicht, dass ökonomische, soziale und ästhetische Bedürfnisse erfüllt werden können und gleichzeitig die kulturelle Integrität, essentielle ökologische Vorgänge und die Biodiversität erhalten bleiben.“

Zusammengefasst bedeutet das, dass eine Reise dann möglichst nachhaltig ist, wenn du deine eigenen Ziele mit nachhaltigen Ferien umsetzen kannst und dabei keinen Schaden an Kultur und Umwelt an deinem Reisezielort hinterlässt. Ganz im Gegenteil, dein Urlaub sollte die Region sogar fördern.

Denke daran: In einem fremden Land bist du auch immer der Botschafter deiner eigenen Kultur und deshalb trägst du auch die Verantwortung dafür, diese gut zu transportieren!

Eine Grundbedingung für Tourismus ist die Mobilität. Diese nachhaltig zu gestalten wenn man reist, sowie den Ressourcenverbrauch in der Feriendestination einzuschränken kann sich als extrem schwierig erweisen. Um ganz nachhaltig zu reisen, müsste man eigentlich zu Fuss gehen oder mit dem Velo fahren. Trotz allem gibt es aber Einiges, das man tun kann, um bewusster zu reisen.

Fahrradfahrer auf einem Feld

Nachhaltige Ferien – Aber wie?

Hier sind fünf wichtige Punkte, welche du bei deiner Reise beachten kannst:

  • Vermeide Kurzstreckenflüge

Wenn du nicht weit reist, verzichtest du am besten auf Kurzstreckenflüge und wählst stattdessen die klimafreundlichere Alternativen Bahn und Bus. Es ist auch spannend, die ganze Reise mit dem Zug zu machen. Der Weg ist das Ziel!

  • Gleiche deine Emissionen wieder aus

Wenn du nicht aufs Fliegen verzichten kannst, solltest du einen Emissionsausgleich bezahlen. Für das gibt es verschiedene Anbieter wie z.B. atmosfair oder myclimate.

  • Achte auf Umweltsiegel

Informiere dich vor der Reise über Zertifizierungen im Tourismus. Es gibt drei etablierte Gütesiegel zur Erkennung von Reisen im Sinne des nachhaltigen Tourismus.

Blaue Flagge: Dieses Umweltsiegel ist eine Auszeichnung für die Nachhaltigkeit von Stränden. Jedes Jahr werden an diesen Stränden dann Kontrolluntersuchungen hinsichtlich Wasserqualität und Umweltmanagement durchgeführt. Wenn du die blaue Flagge an deinem Strand oder bei der Urlaubs Recherche siehst, ist das schon einmal ein gutes Zeichen für nachhaltigen Tourismus.

TourCert: Eines der etabliertesten Gütesiegel für nachhaltigen Tourismus ist das TourCert-Siegel, das Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung im Tourismus auszeichnet. Auch hier müssen die ausgezeichneten Anbieter nachhaltig beweisen, dass sie ein umweltfreundliches Angebot haben.

Viabono: Das Viabono-Zertifikat ist Nachhaltigkeits-Symbol für Unterkünfte, Restaurants und Reisedienstleistern und wurde durch das Umweltbundesamt ins Leben gerufen. Regelmäßig werden die zertifizierten Betriebe hinsichtlich Wasser, Abfall, Energie/Klima und Lebensmittel untersucht.

  • Unterstütze die einheimische Bevölkerung

Nachhaltige Touristen meiden grosse Ketten und essen in einheimischen Restaurants, shoppen in inhabergeführten Boutiquen und unterstützen lokale Marken. So fliesst das Geld zu Menschen, die es auch wieder in die Stadt investieren. So funktioniert nachhaltiger Tourismus.

Eine Waage mit Früchten und eine Frau mit Geld in den Händen.

  • Respektiere die Umwelt und Natur vor Ort

Wie überall auf der Welt, solltest du auch an deinem Urlaubsort die Natur respektieren und deinen Müll reduzieren, Dinge wiederverwenden und Müll nicht in die Umwelt, sondern in dafür vorgesehene Mülleimer werfen. Obwohl es selbstverständlich sein sollte, ist dies etwas Wichtiges zu beachten wenn du nachhaltig reisen möchtest.

Fern ist heute nicht mehr fern

Moderne Schiffe und Flugzeuge machen es heute leicht, in kurzer Zeit die andere Seite der Erde zu erreichen. Die Welt ist so klein geworden und Reisen ist nicht mehr wie früher ein Privileg für wohlhabende Menschen, sondern einfach zugänglich für alle. Fast jeder kann sich heute schöne und aufregende Reisen leisten und die Sehnsuchtsorte seiner Träume besuchen. Ganz gleich, welche Art des Reisens bevorzugt wird, ob du lieber als Backpacker oder rundum versorgter und verwöhnter Pauschaltourist unterwegs sein willst, es gibt für jeden Anspruch, jeden Geschmack und jedes Portemonnaie das passende Angebot für nachhaltige Ferien. Tolle Ideen für Ferienzielen findest du hier.

Weniger in die Ferne schweifen

Die Reise mit dem Kreuzfahrtschiff oder der Flug in die Malediven? Das treibt deine CO2-Bilanz in den roten Bereich. Manchmal liegt das Glück doch so nah. Denn auch die Schweiz und ihre Nachbarländer trumpfen mit lohnenswerten Reisezielen.

Unsere Reisetipps für nah nicht fern:

Du wanderst gerne? Dann mach Wanderferien!

Zwei Wanderer in den Bergen

In der Schweiz haben wir den Luxus von wunderschönen Ortschaften, Bergen und Routen, welche optimal für Wanderferien sind. Wenn du länger als einen Tag oder eine Woche wandern möchtest, kannst du auch bis ans Meer nach Italien wandern.

Wenn du lieber mit dem Velo unterwegs bist, mach eine Velotour!

Eine Velotour bringt garantiert Abenteuer und neue Begegnungen mit sich, besonders wenn du spontan mit dem Zelt unterwegs bist. Du kannst von einer kleinen Tour von Zürich nach Bern bis zu einer Tour in ein anderes europäisches Land wählen, die Erinnerung werden bestimmt unvergleichbar mit dem bisher Erlebtem sein.

Melde dich als Freiwilliger Helfer beim Bergwaldprojekt!

Der Bergwald in der Schweiz braucht viel Pflege, die kaum finanziert werden kann. Das Bergwaldprojekt versammelt deshalb Freiwillige, die in den Gebieten, wo die maschinelle Bewirtschaftung nicht möglich ist, von Hand den Wald pflegen. Die Arbeit kann ermüdend sein, ist aber extrem spannend, befriedigend und natürlich ein perfektes Beispiel für nachhaltige Ferien.

Melde dich beim WWOOF oder HelpX an!

Zwei Lämmchen

Die WWOOF (World Wide Opportunities on Organic Farms) ist eine weltweite Plattform, die Aufenthalte auf Biobauernhöfen vermittelt. So kannst du von Biohof zu Biohof reisen und für Kost und Logis mit anpacken. Tun kannst du dies auf der ganzen Welt.

HelpX ist eine Alternative zum WWOOF, bei dem du aber nicht nur Biobauernhöfe findest, sondern auch Backpacker Hotels, kleine Dorfmuseen oder Mensche, die alte Häuser renovieren möchten.

Bist du ein nachhaltiger Tourist? Wie gestaltest du deine Ferien um möglich gut Natur und Umwelt zu schonen? Teile deine Ratschläge in den Kommentaren mit uns!

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