Was du über Salz wissen musst

Jeder kennt Salz, isst Salz und verwendet Salz. Doch hinter dem Jahrmillionen alten Mineral steckt weitaus mehr als nur ein Küchengewürz. Salz kommt in allen Farben und Formen daher und findet Einsatz in der Küche, bei Kosmetikprodukten oder als heilendes Mineral. Hier erfährst du alles, was du über Salz wissen musst und wie ein kleines Körnchen die Welt eroberte.

Die grosse Geschichte eines kleinen Körnchens Salz

Drei Menschen bei der Salzgewinnung

Salz ist weit mehr als ein Mineral oder ein Küchengewürz, es eröffnet wahre Wunderwelten. Der Wert dieses kostbaren Naturproduktes wurde schon früh erkannt und es galt deshalb als das weisse Gold der Antike. Das weisse Gold brachte grossen Reichtum, belebte den internationalen Handel über Salzstrassen und brachte florierende Städte hervor. Heute ist Salz bei allen wichtigen Gesellschaftsanlässen, wie bei Hochzeiten, Festessen oder Umzügen dabei, und als lebenswichtiges Mineral nicht mehr wegzudenken.

Wir stellen dir Salze von Hawaii bis nach Asien vor und noch viel mehr!

Eine Prise Salz – doch welches nur?

Von den Himalayas über die hawaiianischen Inseln bis hin zur französischen Nordküste. Salz kommt überall auf der Welt in unterschiedlichen Formen und Farben daher. Gemeinsam haben die Salzvorkommen, dass sie sich allesamt vor Jahrmillionen abgelagert haben, als die Welt noch von einem salzigen Urmeer umflossen wurde.
Doch egal für welches Salz du dich entscheidest, zwei bis maximal sechs Gramm reichen völlig aus und der Tagesbedarf ist durch eine gewöhnliche Ernährung üblicherweise gedeckt.

Das rosafarbene Himalayasalz

Himalayasalz ist ein sogenanntes Steinsalz, welches entsteht, wenn ein Meer austrocknet und über lange Zeit von den Gesteinsmassen eines Bergmassivs zusammengepresst wird. Das Himalayasalz gilt als besonders rein und frei von Umwelteinflüssen, einerseits durch das schonende Abbauen per Hand und andererseits durch das Vorkommen in unterirdische Tiefen von bis zu 600 Metern.
Den 84 Mineralien und Spurenelementen, welche dem Salz innewohnen, wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Beispielsweise soll das Eisenoxyd, welches dem Himalayasalz seine typisch rosafarbene Färbung verleiht, positiv auf den Hämoglobin-Haushalt wirken. Der rote Blutfarbstoff sorgt dafür, dass die Blutkörperchen mehr Sauerstoff aufnehmen können. Das einzig irreführende ist der Name. Denn das Himalayasalz wird nicht am Fusse des Himalaya-Gebirges abgebaut, sondern in den Regionen Pakistans.

Himalayasalz ausgeleert auf einem Tisch

Das tiefschwarze hawaiianische Salz

Das Lavasalz wird traditionell auf der Vulkaninsel Molokai hergestellt. Durch seine satte schwarze Färbung sieht es unglaublich edel aus und findet deshalb seinen Platz oft in den Spitzengastronomien dieser Welt. Gewonnen wird das Salz nach traditionellen Methoden aus dem Meerwasser des pazifischen Ozeans. Den Salzkristallen wird dann Vulkanasche, beziehungsweise Aktivkohle beigemischt. Entsprechend hat das Salz einen leicht rauchigen Geschmack. Aktivkohle wirkt antioxidant und verdauungsfördernd. Wie auch das Himalayasalz enthält das schwarze Salz ungefähr 80 verschiedene Spurenelemente, welche sich zusätzlich positiv auf den Körper auswirken. Neben dem Lavasalz findet man auch das rote Hawaii-Salz, welchem eisenoxidhaltige Tonerde beigemischt wird.

Holzlöffel mit verschiedenen Salzen

Das durchsichtige Meersalz

Die Gewinnung von unbehandeltem Meersalz ist eine jahrhundertalte Tradition an den Küsten des Atlantiks und gilt als die umweltfreundlichste und nachhaltigste Art der Salzgewinnung. Unser Meersalz stammt häufig aus Île de Ré in Frankreich. Dort wird das Wasser des Atlantiks durch ein System aus Kanälen in Becken, den Salzgärten, geleitet und verdunstet dort. Am Boden des Beckens lagert sich das Salz ab und wartet darauf, von den Salzbauern geerntet zu werden. Unraffiniert und naturbelassen sind die typischen Eigenschaften des Meersalzes. Jedoch sollte hier auf die Qualität geachtet werden, denn in manche Meersalzproben wurden Spuren von Mikroplastik nachgewiesen.

Meer mit Salzablagerungen am Strand

Das klassische Kochsalz

Das klassische Kochsalz unterscheidet sich in seiner Grundstruktur nicht von anderen Salzen. Die Hauptbestandteile aller Salze sind die Mineralstoffe Natrium und Chlor. Dazu kommen geringe Mengen an Kalzium, Kalium und Magnesium. Durch den chemischen Raffinierungsprozess werden fast alle Spurenelemente herausgefiltert.
Wichtig beim Kochsalz ist, dass es sich gut streuen lassen soll. Deshalb werden Trennmittel, wie Magnesium- oder Kalziumkarbonat zugesetzt. Pro Kilogramm jedoch maximal zehn Gramm und diese müssen im Zutatenverzeichnis vermerkt sein.
Dem Kochsalz wird auch Jod und Fluor beigemischt. Durch die Zugabe von Jod werden Mangelerscheinungen oder gar Erkrankungen vorgebeugt und das Fluor wirkt als Kariesprophylaxe.

Die Wirkung einer Salzkristalllampe auf Körper und Seele

Bild mit Slazkristallampe

Salzkristalllampen strahlen mit ihrem organgeroten Licht Wärme und Geborgenheit aus und wirken zugleich beruhigend und entspannend. Das Himalayasalz liegt in seiner Naturform als grosser Brocken vor. Aus den grossen Salzsteinen werden dann die Lampen-Unikate gefertigt. Die Lampen verbessern die Raumluft, indem sie Feuchtigkeit aus der Luft ziehen. Während die Luftfeuchtigkeit verdunstet, reichert sich die Luft mit Ionen an, welche Partikel, wie Staub aus der Luft entfernen. Wissenschaftlich erfasst ist dieser Vorgang jedoch nicht, doch unbestritten ist die warme Atmosphäre, die eine Salzlampe verbreitet.

Wunderschön mit Salz

Das Salz wird schon seit Jahrtausenden für seine heilende und pflegende Wirkung eingesetzt. Besonders beliebt sind Peelings und Solebäder. Als Peeling eignet sich feines Salz, welches die Haut nicht beschädigt, in Kombination mit etwas Kokosöl, um der Haut bei Trockenheit zur Hilfe zu kommen. Beim Solebad entscheidest du, ob du nach einem stressigen Tag für 10 Minuten oder doch lieber für eine halbe Stunde abtauchen und dich treiben lassen möchtest. Anstelle kostspieliger und parfümierter Badezusätze gibst du zwei, drei Hände voll Meersalz in das laufende Badewasser. Wenn sich das Salz komplett aufgelöst hat, kannst du in das wohl temperierte Wasser eintauchen. Noch mehr salzige Pflegeprodukte findest du hier.

Frau in einem Salzbad

Selbstgemachtes Salz 

Im Handumdrehen gezaubert und die Geschmacksmöglichkeiten sind endlos. Für dieses DIY nutzt du, was du gerade zuhause hast – Grapefruit, Limetten, Zitronen, Mandarinen, Orangen oder in Kombination. 

Du brauchst:

  • unraffiniertes Salz 
  • unbehandelte Zitrusfrüchte
Meersalzpackung

Anleitung:

Rasple die Schale der Zitrusfrucht fein ab und mische sie gut mit dem Salz. Hier gibt es kein Richtig und kein Falsch. Wir empfehlen ungefähr ein 40 zu 60 Verhältnis, wobei das Salz überwiegt. Mische dann die Zitrusschale mit dem Salz von Hand, damit jedes Salzkorn den Zitrusgeschmack annehmen kann. Schon ist es für den Gebrauch bereit! Da es so schön aussieht, lässt du es am besten in einer kleinen Schüssel auf der Küchenablage trocknen.

Wenn die Zitrus-Salz-Mischung vollständig getrocknet ist, lässt sie sich in einem Luftdichten Behälter ungefähr ein Jahr aufbewahren. 

Tipp: Wie wär’s dazu mit frischen Kräutern oder einer heissen Chillischote?

Lass uns Wissen, welches Salz du am liebsten magst und wie du es verwendest!

2 Antworten auf „Was du über Salz wissen musst“

  1. Ich habe in der Nachbarschaft Leute die behaupten das der himalaya Salz aus den Bergen kommt und das dafür gesprengt werden muss um diesen aus dem Boden zu holen. Ist das wahr und ist das gegen die Natur? Ich hab nämlich fiesen Salz sehr gerne! Danke für ihre interressante Berichte

    1. Liebe Huguette

      Vielen Dank für deinen interessanten Imput. Beim Himalaya-Salz handelt es sich um Steinsalz, welches seinen Ursprung in der Gebirgskette „Salt Range“ in Nord-Pakistan hat und auch dort abgebaut wird. Diese Region befindet sich rund 200 Kilometer südlich des Himalaya-Massivs. Das entspricht der ungefähren Entfernung von Genf nach Zürich. Im eigentlichen Himalaya-Gebirge gibt es kein Salzvorkommen. Kurzum, beim Himalaya-Salz handelt es sich um eine zugelassene Markenbezeichnung und keine Herkunftsbezeichnung. Doch das Salz gilt nach wir vor als eines der reinsten Salze und wird per Hand abgebaut. Im Grunde sehr umweltfreundlich. Jedoch wird anschliessend das Salz über mehrere tausend Kilometer bis in die Schweiz transportiert. Ökonomisch ist es deshalb grundsätzlich sinnvoller lokal abgebautes Salz zu kaufen.
      Wir hoffen, deine Fragen beantwortet zu haben.

      Liebe Grüsse,
      dein KAIA-Team

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